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Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Was ist eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)?


Wann kommt eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung zum Tragen?

Was ist bezüglich der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung zu beachten?

Wie kann man seine Chancen, die MPU heil zu überstehen, verbessern?

Wo erfahre ich noch mehr über Medizinisch-Psychologische Untersuchung?
Was ist eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)?

Das Kürzel "MPU" steht für "Medizinisch-Psychologische Untersuchung" im Volksmund auch "Idiotentest" genannt. Die MPU dient der Fahrerlaubnisbehörde als Entscheidungsgrundlage dafür, ob die untersuchte Person zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist oder nicht. Das Ergebnis wird in einem Gutachten festgehalten.
Klipp und klar: Die MPU ist keine Strafe, sondern es geht dabei einzig und allein darum, die (erneute) Eignung festzustellen.

Wann kommt eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung zum Tragen?

Die MPU kommt prinzipiell in 3 Fällen zum Tragen:

  • Alkohol im Straßenverkehr

- ab 1,6 o/oo bereits bei erstmaligem Verstoß
- bei wiederholter Alkoholfahrt

  • Punkte im Verkehrszentralregister (Flensburg)

Wenn das Punktelimit von 18 Punkten erreicht ist, wird die Fahrerlaubnis für 6 Monate entzogen. Um die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen, ist es erforderlich, sich einer MPU zu unterziehen.

  • Drogen

Bei begründetem Verdacht auf Drogenkonsum

Was ist bezüglich der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung zu beachten?

Mit der Vorbereitung auf eine MPU sollte frühzeitig - also recht bald nach dem Fahrerlaubnisentzug - unter fachkundiger Leitung begonnen werden. Auch wenn das noch keinen positiven (erfolgreichen) Ausgang der MPU garantiert, so wird doch zumindest der notwendige Um- und Einstellungsprozess in die richtigen Bahnen gelenkt, denn schließlich gilt es, in der MPU zu beweisen, dass die künftige Eignung (wieder) gegeben ist. In den Vorbereitungssitzungen werden Techniken zu Verhaltensänderungen ebenso geprobt wie die Bewältigung von verkehrsbedeutsamen Testverfahren (Reaktions-, Leistungs-, Konzentrationstests).

Es ist zweifellos besonders wichtig, die MPU bereits beim ersten Anlauf zu bestehen:

  • weil jeder weitere Anlauf umso schwieriger, weil kritischer betrachtet wird,
  • weil sonst unter Umständen die "Zweijahresfrist" überschritten wird.

Wenn die Fahrerlaubnis nämlich länger als zwei Jahre entzogen war, muss zusätzlich eine neue Führerscheinprüfung abgelegt werden.

Die Erfahrungen zeigen, dass bei ca. 40 % der Absolventen die MPU positiv, also erfolgreich, verläuft, während bei ca. 20% eine Nachschulungsempfehlung gegeben wird. Bei 40% der Teilnehmer zeigt sich ein negatives Ergebnis.

Wie kann man seine Chancen, die MPU heil zu überstehen, verbessern?

Es empfiehlt sich in diesen Fällen, in einem möglichst frühen Stadium des Verfahrens den Mandanten auf psychologische Beratung zu verweisen. Diese Beratungsstellen gibt es in allen größeren Gemeinden. Dort wird dem Mandanten schon nahegelegt, sich einer psychologischen Beratung zu unterziehen, die Leberwerte regelmäßig (empfohlen wird einmal im Monat) dem Psychologen vorzulegen und mit ihm zu erörtern.

In aller Regel ist es auch zweckmäßig, sich über diese psychologische Betreuung eine entsprechende Bescheinigung ausstellen zu lassen und sie dann in einer Hauptverhandlung dem Gericht vorzulegen. Ob dann das Gericht bereit ist, eine Strafe der Höhe nach oder bezüglich der Dauer des Führerscheinentzugs zu reduzieren, hängt vom Einzelfall ab. Entscheidend ist aber, dass das Gericht die Bemühungen des Betroffenen in der Hauptverhandlung erkennt und bei der Strafzumessung eben diese Bemühungen positiv bewertet. Das ist eine gute Grundlage für die spätere MPU und zeigt dann dieser Prüfstelle, dass der Betroffene sich um sein Problem von Anfang an gekümmert hat und dies das Gericht auch anerkannt hat.

Dadurch steigen die Chancen beträchtlich, die medizinisch-psychologische Untersuchung heil zu überstehen.

Wo erfahre ich noch mehr über Medizinisch-Psychologische Untersuchung?

Einen guten Überblick über die Thematik, auch über Adressen amtlich anerkannter Untersuchungsstellen, finden Sie unter
www.vpp.de
.

 

Wichtiger Hinweis:

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