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Sicherheit und öffentliche Wahrnehmung des elektronischen Zahlungsverkehrs

Studie der Europäsichen Kommission zum Thema elektronischer Zahlungsverkehr

Die Europäische Kommission hat eine Studie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Studie wurde veröffentlicht in einer Pressemitteilung am 18.09.2003. Die Studie soll Aufschluss über Sicherheit und öffentliche Wahrnehmung des elektronischen Zahlungsverkehrs geben.

Nach dieser Studie hat die Öffentlichkeit in den meisten Mitgliedsstaaten ein annehmbares Maß an Vertrauen in den elektronischen Zahlungsverkehr entwickelt. Allein im Jahre 2001 wurden in der EU an jedem Werktag über 2,7 Mio. bargeldlose Zahlungen durchgeführt, pro Jahr also 139 Zahlungen je Einwohner. Ein erheblicher Anteil dieser Zahlungen erfolgte elektronisch. Die EU-Kommission vertritt die Auffassung, dass wenn dieser Anteil noch weiter erhöht würde, die Wirtschaft effizienter werden müsste. Festgestellt wurde im übrigen, dass es zahlreiche Zahlungsverkehrtechnologien auf dem Mark gibt oder kurz vor der Einführung stehen. Einige der neueren, technisch weiterentwickelten Lösungen konnten sich auf dem Markt bislang aber nicht durchsetzen.

Im Rahmen der Studie wurden über 600 Webseiten analysiert. Dabei kam die Studie zu dem Ergebnis, dass viele E-Commerce-Unternehmen den Verbrauchern keine hinreichend klaren und leicht zugänglichen Sicherheitsinformationen bieten. Banken und Finanzinstitute schnitten hierbei allerdings tendenziell besser aber. Nur bei 26 % der getesteten E-Commerce-Webseiten waren die Sicherheitsinformationen ohne weiteres auf der Webseite selbst zu finden. Die französischen Webseiten erfüllten dieses Kriterium zu 47 % und waren damit in dieser Hinsicht Spitzenreiter. Die österreichischen Webseiten schnitten mit nur 6 % ab schlechtesten ab, in einigen anderen Ländern wiederum (Griechenland, Irland, Niederland) boten 100 % der getesteten E-Bank-Webseiten leicht zugängliche Sicherheitsinformationen an.

Auch im Hinblick auf die Verständlichkeit der Sicherheitsinformationen gibt es grosse Unterschiede zwischen den Ländern sowie zwischen E-Commerce und E-Banking. EU-weit boten  83 % der geprüften E-Banking-Webseiten klar, verständliche Informationen an, wobei Dänemark, Griechenland, Spanien, Irland und Luxemburg, die Niederlande, Finnland und Schweden 100 % erreichten. Die Deutschen befanden sich mit ihren Webseiten im Mittelfeld. Als Ergebnis dieser Studie kann es deshalb kaum verwundern, dass den Verbrauchern zahlreiche Aspekte des elektronischen Zahlungsverkehrs nach wie vor unklar sind, insbesondere Haftpflicht, Rolle und Verantwortung der beiden Parteien im Falle von Sicherheitsproblemen sowie der Umgang mit Fehlbuchungen. Wie die Studie zeigte, sehen sich viele Kunden, wenn eine Zahlung fehlgeleistet wird, zwar als Opfer, doch geht der Schaden tatsächlich in den meisten Fällen zu Lasten des Händlers oder des Zahlungssystemsanbieters.

 

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