Etwa alle zwei bis drei Minuten - so belegen es zumindest amtliche Statistiken - findet in Deutschland ein Einbruch statt. Der volkswirtschaftliche Schaden, der dabei entsteht, - sei es nun, dass das Opfer den Schaden selbst tragen muss oder der Hausratversicherer dafür aufkommt - ist enorm.
Das Ärgerliche dabei ist allerdings, dass ein Großteil der Wohnungseinbrüche vermieden werden könnte, wenn ein paar simple Grundregeln beachtet bzw. Vorsorgemaßnahmen getroffen würden:
1. Fenster und Türen sorgfältig verschließen!
Das ist die Grundregel Nr. 1, denn wenn hier geschlampt wird, gibt's Probleme mit der Hausrat-Versicherung. Die stellt sich dann nämlich auf den Standpunkt, dass man grob fahrlässig - also besonders sorglos - gehandelt hat und lehnt die Entschädigung ab. Nach Meinung der Gerichte übrigens zu Recht. Eigentlich sollte auch jeder wissen, dass ein gekipptes Fenster geradezu als Einladung verstanden werden muss.
Bei Türen und Fenstern in rückwärtigen Bereichen empfehlen sich zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie Fenster- und Rolladensicherungen. Man bekommt sie fast in jedem Baumarkt relativ günstig, sie sind einfach zu montieren und machen einen "Bruch", wenn er nicht gar verhindert wird, zu einer schweißtreibenden und geräuschintensiven Angelegenheit. Das schreckt ab!
2. Nachbarn informieren!
Es trägt nicht nur zu einem gutnachbarlichen Verhältnis bei, wenn man sich in den Urlaub verabschiedet, sondern erhöht auch die Wachsamkeit der Nachbarn. Vielleicht können sie ja sogar den Briefkasten leeren und die Rollläden öffnen und schließen, denn Einbrecher wählen ihre Objekte in der Regel nach solchen Gesichtspunkten aus.
Hinterlassen Sie auch unbedingt die Nachricht, dass Sie keine Handwerker erwarten!
3. Briefkasten-Nachsendeauftrag
Das empfiehlt sich eigentlich nur als Notlösung, wenn Freunde oder Nachbarn nicht zur Verfügung stehen.
4. Keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter!
Es ist zweifellos besonders höflich, wenn man den Anrufbeantworter mit einer Information über Urlaubsabwesenheit geschaltet hat. Klug ist es keineswegs. Es können auch Leute anrufen, die Böses im Schilde führen.
5. Wertsachen
Größere Bargeldbeträge oder wertvollen Schmuck sollte man tunlichst nicht zu Hause lassen, wenn man in Urlaub fährt. Am besten sind diese Sachen in einem Tresorschließfach Ihrer Bank aufgehoben.
6. Listen und Belege
Wenn trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen dennoch einmal eingebrochen werden sollte, muss man seiner Hausratversicherung den Schaden anhand einer sogenannten "Stehlgutliste" belegen. Dieser sind Anschaffungsrechnungen, also Wertbelege, und Fotobelege (Teppiche, Schmuck) beizufügen. Denken Sie daran, frühzeitig solche Belege zu sammeln.
Wenn Sie diese Regeln beachten, haben Sie selbst zu einem ruhigen erholsamen Urlaub eine Menge beigetragen, auch wenn es hundertprozentige Sicherheit bekanntlich nicht gibt. |